Reflexion des CTO-Modells/ Erweiterung
Zu Beginn der Veranstaltung war unsere Aufgabe ein Modell zu erstellen, mit Hilfe dessen wir während des Semesters arbeiten können. Unser erstelltes Modell war eine Abänderung es CTO-Modells von Professor Klimsa und Professor Krömker.
Auch dieses Modell hat Vor- und Nachteile. Diese könnt ihr gerne auf der Seite “Arbeitsfortschritte” nachlesen. Nun haben wir uns das Modell erneut vorgenommen und abschließend kritisch reflektiert. Dabei ist uns ein weiterer sehr wichtiger Punkt aufgefallen, den wir anfangs nicht in unsere Betrachtungen einbezogen hatten. Hierbei handelt es sich um das Individuum. Im erweiterten Modell haben wir es “Individual” genannt. Die Kommunikation hängt zu einem sehr großen Anteil von den einzelnen Nutzern ab. Dabei spielen die eigenen Vorlieben etwa eine bedeutende Rolle. Bevorzugt es eine Person etwa längere Nachrichten zu verfassen, da sie sich gerne mit mehr Worten ausdrückt, wird sie eher die E-Mail als Tool verwenden, anstatt zu Twittern. Ebenso tendiert man häufig zu Tools, die einem auf Grund der Benutzeroberfläche zusagen. Ich persönlich komme mit Facebook und mit Social Networks im Allgemeinen sehr gut zurecht und verwende es um Termine zu vereinbaren, Nachrichten über den Alltag auszutauschen usw. Allerdings habe ich einige Freunde, denen Facebook und auch StudiVZ viel zu verwirrend ist und somit Social Networks nur ganz selten verwenden und eher eine E-Mail oder SMS schreiben. Im bisherigen CTO-Modell haben wir den Wissenstand einer Person der Kategorie “Content” zugeordnet. Auch der Wissenstand passt sehr gut zur neu hinzugefügten Kategorie “Individual”. Wie eine Nachricht aufgenommen wird bzw. welchen Mehrwert die Nachricht hat, hängt sehr stark vom einzelnen Nutzer ab. Ebenso verhält es sich mit dem technischen Wissen einer Person. Auch dieser Punkt kann der neuen Kategorie zugeordnet werden. Ob ein Nutzer überhaupt mit einem Tool umgehen kann und ob der Nutzer Wissen mit Hilfe des Tools managen kann, hängt stark vom technischen Know-How des Nutzers ab. Auch spielen hier persönliche Voraussetzungen des Individuals eine große Rolle. So kann das technische Wissen nur dann erweitert werden, wenn die Bereitschaft vorhanden ist, sich mit dem Tool auseinander zu setzen. Auch die soziodemografischen Eigenschaften beeinflussen das technische Wissen enorm. Auf diese werde ich später in diesem Artikel noch etwas eingehen. Der Zugang zum Tool spielt eine ebenfalls große Rolle und hängt ebenso stark vom Individual ab. Welche Tools werden überhaupt vom Nutzer genutzt und erneut, bei welchen Tools fehlt eventuell auch die Bereitschaft dazu sie zu verwenden. Hier kommt auch der “digital divide” zwischen Industrie- und Entwicklungsländern deutlich zum Ausdruck.
Definition “digital divide”: “The term “digital divide” refers to the gap between individuals, households, business and geographic areas at different socio-economic levels with regard both to their opportunities to access information and communication technologies (ICTs) and to their use of the Internet for a wide variety of activities” (OECD, 2001)
Weitere interessante Aspekte zum “digital divide” könnt ihr auch in dem Artikel der “Organisation for economic co-operation and development (OECD)”: Understanding the digital divide”, nachlesen.
Während die Industrienationen demnach guten Zugang zu Internet und digitalen Tools haben, fehlt dies oftmals völlig in weniger gut entwickelten Ländern. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das jeweilige soziale Umfeld des Nutzers. Einflüsse des Umfelds prägen die eigene Nutzung digitaler Tools enorm. Wenn der Großteil des Freundeskreises ein Tool verwendet, neigt der Nutzer eher dazu dieses auch zu verwenden, um so regelmäßigen Kontakt aufbauen zu können. Wird ein Tool hingegen gar nicht verwendet, gerät es manchmal in den Hintergrund der Nutzung. Auch dann, wenn man sich beispielsweise sogar schon registriert hatte. Nicht zuletzt spielen die soziodemografischen Eigenschaften eines Nutzers ebenfalls eine entscheidende Rolle. So kann der Berufsstand beispielsweise dazu führen, dass eventuell für die Nutzung mancher digitaler Tools gar keine Zeit besteht. Ebenso hat das Alter Auswirkungen auf die Nutzung verschiedener digitalen Tools. Im Alter deutlich fortgeschrittene Leute nutzen Social Networks beispielsweise selten um miteinander zu kommunizieren. Hier kommt der “digital divide” der Bevölkerung etwa stark zum Ausdruck. Dennoch darf man nicht vergessen, dass Ausnahmen die Regel bestätigen und auch ältere Menschen oftmals durchaus sehr gewandt mit technischen Neuheiten umgehen. Sehr junge Menschen müssen den Umgang mit Technik beispielsweise erst noch erlernen. So wird deutlich, dass die Komponente Individual durch viele Einflüsse geprägt ist und Aspekte in sich vereint.
Die eben angestellten Ausführungen bringen zum Ausdruck, dass die einzelne Person einen starken Einfluss hat. In einem neu erstellten und erweiterten Modell (CITO), haben wir versucht die neu erkannte Komponente mit einzubeziehen.
CITO-Modell:
Das Individual zieht sich demnach wie ein großer Kreis um unsere anfangs aufgestellten Annahmen, da es alle weiteren Komponenten, den Content, die Technik und die Organisation beeinflusst. Das Individual spielt also in alle Stichpunkte der Kategorien Content, Technik und Organisation mit rein.
Grafik: eigene Darstellung
Quelle: OECD (2001): Understanding the digital divide; Aufgerufen unter URL: http://www.oecd.org/dataoecd/38/57/1888451.pdf


[...] Wissensstand (auch in der Technik) verfügt. Dies habe ich ja bereits in meinem Beitrag “Reflexion des CTO-Modells/ Erweiterung” beschrieben. Wir hoffen sehr, dass unsere Erkenntnisse dabei helfen, geeignete Tools zu finden, um [...]